Ich war in den letzten Monaten vier mal auf Tweetups, Treffen also, auf die sich Twitternutzer verabreden. Da man dort überwiegend neue Menschen kennenlernt und natürlich Kontakte knüpfen will, braucht man für Gespräche ein gemeinsames Thema. "Wie es bei einem selbst mit dem Microblogging angefangen hat" liegt da natürlich als Einstieg auf der Hand.
In diesen Gesprächen stellte ich fest, dass fast alle irgendwann irgendwie mitkriegen der Dienst wäre toll. Man legt dann einen Account an, schreibt ein bis zwei Tweets, sucht nach Freunden und stellt nach ein bis zwei Wochen fest, dass nichts spannendes passiert. Danach liegt der Account monatelang brach.
Der gedankliche Fehler liegt dabei in der Idee, man würde auf Twitter Menschen folgen. In Wahrheit folgt man aber Themen. Twitter ist kein Werkzeug um sein bestehendes soziales Netzwerk nachzubilden. Es ist eine Suchmaschine für aktuelle Stimmungslagen zu einem Thema.
Gehe ich so an die Sache heran, suche mir aktuelle Tweets zu meinen Themen und folge zu jedem davon einem Dutzend zufälliger Leute, die etwas für mich interessantes dazu geschrieben haben, beginnt Twitter plötzlich Sinn zu machen: Ich erhalte einen topaktuellen und oft spannenden Nachrichtenstrom.
Der Rest geht dann fast von allein: Menschen denen ich folge folgen in der Regel auch zurück. Steige ich nun in die Diskussion mit ihnen ein, bildet sich über das gemeinsame Thema ein neuer Kontakt. Hunderte davon in wenigen Wochen ist dabei keine Ausnahme, sondern eher die Regel.
[via iBlogger / iPhone]
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